Speech for free

Divara @, Donnerstag, 26. Oktober 2017, 10:45 (vor 29 Tagen) @ ecc

Jetzt wird es so peinlich, dass ich mich doch bemüßigt fühle, Stellung zu beziehen.
Wenn eine Männerrunde über den Hintern von Sawsan Chebli und einen hässlichen Mann im fernen Amerika kalauert, dann sind ein paar Worte fällig.


Mit allen Weinsteins der Welt könnte man wohl eine Riesenarmee aufstellen, ich bin sicher, dass auch meine Stadt ein beachtliches Kontingent stellen könnte. Aber wie bei Soros wird nur angedeutet, worum es geht – das ist das neue Konzept.
Und Sawsan Chebli darf gern jede Party zieren, sie gehört nur nicht in die Politik. In spätestens zehn Jahren wird sie aussehen wie die Terroristin Leila Khaled heute, die seinerzeit als schön galt und sogar Erich Fried einen sabbernden Text schreiben ließ, den er Gedicht nannte.

Weinstein wurde nur in den Ring geworfen, weil seine Name eindeutig jüdisch ist, was man nicht ausspricht. Und Chebli wäre nicht einmal ein Thema in der Zeitschrift beim Friseur, wenn sie nicht als palästinensischer Flüchtling daherkäme.

Nur: In meinem Text ging es nicht um Sawsan Chebli, sondern um etwas ganz anderes. Sie war nur der Aufhänger. Der Text wurde über 200 Mal geteilt, so etwas hatte ich noch nicht erlebt, und deshalb habe ich ihn hierher kopiert; wohl wissend, wen er auf den Plan rufen würde, ebenso, dass er von mir Unbekannten gelesen würde, was mir nicht recht sein konnte. Daher auch meine Bitte, ihn kurzfristig wieder zu löschen. Denn Redefreiheit gibt es in Deutschland nicht mehr.

Dieses Forum als Relikt aus alten Zeiten wäre eigentlich ein Museumsstück, das liebevoll hätte gepflegt werden müssen, angesichts der Stürme und besonders der Verluste, die es erlebt hat.

Ich habe keinen Zweifel, dass jeder weiß, wer es zerstört hat und dass das mit Absicht geschah. Aber wie im RL ist die Faszination des Abnormen und des Destruktiven einfach zu groß als dass man sich dagegen stellt, höchstens ein bisschen pro forma.

Ein letzter bedauernder Gedanke gilt Monsieur Oblomow, aber letztlich weiß er, wo ich zu finden bin. Ein bisschen traure ich auch der Identität der Divara nach, die sonst längst nicht mehr existiert.


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