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<title> - Das Internet ist Mist</title>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/</link>
<description>Das offizielle Amerikanski Forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Alter Schm..., <br />
 <br />
wenn Du Dir Deine Texte nochmals durchliest, <br />
erkennst Du vielleicht, dass nicht das Internet <br />
Mist ist. Es ist eher so, dass manch ein <br />
Zeitgenosse nichts Vernünftiges damit anfangen <br />
kann. <br />
 <br />
Die Allerwenigsten, die lesen und schreiben <br />
können, <br />
sind auch Schriftsteller - und von jenen, die <br />
heutzutage auf die linke Maustaste drücken können, <br />
beherrscht nur eine Minderheit ihre Muttersprache  <br />
annähernd perfekt in der Schriftform. Trotzdem  <br />
dürfen und sollen sie auch ans und ins Internet. <br />
 <br />
Du beklagst die Oberflächlichkeit Deiner <br />
Zeitgenossen, <br />
beendest diese Absätze aber mit:  <br />
Meinungsfreiheit schön und gut,  <br />
aber was interessiert mich deren Meinung? <br />
 <br />
Ist das nicht Oberflächlichkeit in Reinstform? <br />
 <br />
 <br />
Eindeutig ist das Internet KEIN Mist. Es ist von <br />
unschätzbarem Wert. Nur der Mensch in seiner Masse <br />
 <br />
muss lernen, intelligent damit umzugehen. Einzelne <br />
mögen es schon geschafft haben... Ist denn das <br />
&quot;Automobil&quot; an sich Mist, weil jährlich Tausende <br />
allein <br />
in Deutschland direkt durch diese Errungenschaft <br />
getötet werden? <br />
 <br />
 <br />
&quot;Es reicht einfach nicht, Leute zu verbinden. Dann <br />
 <br />
reden sie noch lange nicht miteinander.&quot; Welch <br />
schönes <br />
Zitat! Soll man nun weiterlernen oder <br />
aufgeben? Du scheinst ja zum Resignieren zu <br />
tendieren? <br />
 <br />
Da ich zu den &quot;armen Kerls&quot; gehöre, die das <br />
Internet <br />
schon zu benutzen hatten, als es noch keine bunten <br />
Webseiten gab, sondern nur E-mail, ftp etc., <br />
habe ich vielleicht etwas Erfahrung um die <br />
Nützlichkeit <br />
der diversen Internetprotokolle. Das Internet ist <br />
weitaus grandioser, als es nur für die <br />
Bereitstellung <br />
narzistischer Webseiten oder zur Befriedigung <br />
pornographischer Gelüste zu benutzen. Ein Telefon  <br />
kann man ja auch für Sinnloses a la Klatsch  <br />
und Tratsch bzw. 0190/0900er Nummern  <br />
missbrauchen - oder für einen lebensrettenden <br />
Notruf. Schaffst Du Deine Telefone ab, weil andere <br />
Menschen mit ihren nichts Sinnvolles anstellen? <br />
 <br />
 <br />
Es liegt zum ganz kleinen Teil auch an Dir, dass <br />
das Internet immer besser wird .... <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" />))))))) <br />
 <br />
Schöne Grüße mit Hilfe eben dieses Systems! <br />
 <br />
Dr. Michi <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1747</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1747</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 15:14:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>M.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.texthalde.de/hatenet.html">http://www.texthalde.de/hatenet.html</a> <br />
 <br />
Keine Schleichwerbung für Schrottsites hier !!! </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1744</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1744</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 14:16:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Trutz</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bis hier gelesen hat, ist eine Minderheit  <br />
 <br />
Das Internet, unendliche Weiten. Aber flacher als <br />
Ostfriesland, Beavis &amp; Butthead und hundert <br />
Blondinenwitze zusammen. Das nervt. Die <br />
Internet-Gemeinde versucht garnicht erst, die <br />
Bedeutungslosigkeit ihrer Lieblingsthemen zu <br />
verstecken. Stattdessen werden sie wiederholt wie <br />
auf einer hängengebliebene Schallplatte (Hey kids! <br />
Wißt ihr überhaupt, was das mal war: eine <br />
Schallplatte?). Jeder gibt seinen Senf dazu und <br />
trotzdem kommt nichts zusammen.  <br />
 <br />
Der konsumierende Internet-Surfer gleicht <br />
weitgehend dem Zapper in der Fernsehlandschaft: <br />
immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, immer <br />
in Panik, etwas zu verpassen, nirgendwo lang <br />
genug, um mitzubekommen, um was es eigentlich <br />
geht. Nach einer Statistik wird der Rollbalken, <br />
dieses rechteckige Ding da rechts, nur bei 10 % <br />
der übertragenen Dokumente verwendet. Das hat <br />
Folgen: Texte mit dem Anspruch, gelesen zu werden, <br />
müssen zwangsläufig kurz gehalten werden, weil <br />
Lesen anstrengend ist und Denken noch viel <br />
anstrengender. Gleichzeitig müssen sie aber <br />
halbwegs auffällig gestaltet sein, um überhaupt <br />
ins Auge zu fallen. Ausgefallene, spannende <br />
Gedankengänge unterläßt man lieber, um den <br />
geneigten Leser nicht auf halber Strecke zu <br />
verlieren. Und im übrigen würden sie (der geneigte <br />
Leser wie auch der ausgefallene Gedankengang) <br />
sowieso in der Flut der angebotenen Seiten <br />
gnadenlos untergehen: nach Diamanten auf der <br />
Müllkippe zu suchen ist ein trauriges, <br />
hoffnungsloses Geschäft.  <br />
 <br />
Das Internet als globale, jederzeit zugängliche <br />
Datenbank des gesamten Menschheitswissens? Das <br />
Internet als Triebsatz für die lebenslange <br />
Weiterbildung? Träum´ weiter! Jede <br />
Stadtteilbibliothek läßt das Netz weit hinter <br />
sich, wenn es um die Verbreitung von <br />
Allgemeinwissen geht: geordneter angeboten, in der <br />
Themenvielfalt umfassender, inhaltlich <br />
tiefergehend, und das alles mit deutlich <br />
geringeren Zugriffszeiten.  <br />
 <br />
Das Internet ist dagegen Tummelplatz für <br />
Paranoiker, verkappte möchtegern-Illuminaten, <br />
Flachdenker, Dummschwätzer, digitale Fachidioten <br />
und verhinderte CB-Funker, kurz: für Leute, denen <br />
in der realen Realität niemand zuhört und die sich <br />
deshalb vorzugsweise gegenseitig zulabern - <br />
Diskussionsbeiträge mit dem Sinngehalt eines <br />
kleinen Steaks. Meinungsfreiheit schön und gut, <br />
aber was interessiert mich deren Meinung?  <br />
 <br />
Hey, Leser, du glaubst, ich würde übertreiben? <br />
Dann schau´ dir mal einige Minuten den <br />
Search-Voyeur der Meta-Suchmaschine <br />
(http://www.metatiger.com/voyeur) an! Aber Moment! <br />
Bevor du den Link anklickst, solltest du dir zehn <br />
Sekunden lang überlegen, für welche Dinge sich die <br />
Bewohner des globalen Dorfes deiner naiven Meinung <br />
nach wohl vorzugsweise interessieren. Wenn du dann <br />
der Netzgemeinde lange genug beim Suchen <br />
zugeschaut hast, wirst du erkennen: ich hatte <br />
recht. Und noch untertrieben.  <br />
 <br />
Da ist ein gutes Gefühl, mit den knapp 30 KB <br />
dieses Textes einen kleinen Beitrag zur <br />
Niveauanhebung des Netzes und zur Überlastung der <br />
Datenleitungen geleistet zu haben.  <br />
 <br />
Das Internet. Ich hasse das. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1741</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1741</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 13:33:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alter Schmock</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, die bedrohliche Bedrohung unserer ohnehin <br />
bedrohten Gesellschaft durch Pornos im Internet <br />
ist schon erschreckend bedrohlich. Die <br />
BILD-Zeitung, philosophisch angehauchte <br />
Alternative zur digitalen Verdummung, hat es an <br />
einem freundlichen Mai-Tag mit der Titelzeile &quot;Er <br />
mordete im Porno-Rausch&quot; auf den Punkt gebracht, <br />
und wie wir spätestens seit Hans Esser wissen: <br />
BILD lügt fast nie. Marc Dutroux hatte übrigens <br />
keinen Internet-Account, das behauptet nichtmal <br />
BILD, aber das sollte uns hier nicht irritieren. <br />
Zu bedenken wäre auch, daß Cyber-Porno weder <br />
ansteckend noch ekelhaft schleimig noch unangenehm <br />
feucht ist, also selbst für einen <br />
durchschnittlichen Erzbischof noch leichter zu <br />
akzeptieren wäre als diverse konkretere Dinge, die <br />
lüsterne Menschen anstellen können, wenn die <br />
Hormone Macht über sie gewinnen. Andererseits geht <br />
es um puren Lustgewinn ohne weiteren Anspruch, und <br />
mit sowas hat der besagte Bischof schon immer <br />
Probleme gehabt.  <br />
 <br />
Nun gut. Da du, lieber Leser, sicher furchtbar <br />
lernbegierig bist, hier noch einige Erkenntnisse, <br />
die ich bei meinen Selbstversuchen gewinnen <br />
konnte, und die für dein tristes Sexualleben von <br />
Bedeutung sein könnten:  <br />
 <br />
alle Menschen sehen sich nackt enttäuschend <br />
ähnlich;  <br />
die Variationsmöglichkeiten der geschlechtlichen <br />
Vereinigung sind weniger vielfältig als zunächst <br />
angenommen (was mit der recht geringen Anzahl <br />
menschlicher Körperöffnungen zu tun haben mag), <br />
andererseits aber doch wesentlich <br />
abwechslungsreicher, als der bereits erwähnte <br />
Erzbischof sich dies vorstellt;  <br />
Gruppensex mit mehr als 25 Personen wird ziemlich <br />
unübersichtlich;  <br />
man kann Sex mit diversen, in jedem gut sortierten <br />
Haushalt vorhandenen Gegenständen haben, <br />
alternativ aber auch mit jedem Tier ab <br />
Dackelgröße;  <br />
meistens ist es Zuckerguß;  <br />
Sex macht doof, und:  <br />
man muß sich schon sehr anstrengen, wenn man noch <br />
irgendwas Neues machen will. But we try. Hard.  <br />
Es leuchtet ein, daß der Reiz digitaler Pornos <br />
eine recht kurze Halbwertzeit aufweist. Dies ist <br />
jedenfalls nichts, worüber man sich groß aufregen <br />
müßte, es sei denn, man ist Bundestagsabgeordneter <br />
der CSU und hat gerade nichts besseres zu tun.  <br />
 <br />
&quot;Mr. Einstein, ich hab´ da mal ´ne Frage...&quot;  <br />
Wenn ich hier schon ein Gemetzel veranstalten, <br />
dann sollte zumindest auch noch das <br />
Lieblingsargument aller &quot;ernsthaften&quot; Netzjünger <br />
geschlachtet werden: das Internet fördert <br />
Wissenschaft und Forschung, indem es den <br />
einzelnen, isolierten Wissenschaftler mit seinen <br />
weltweit verstreuten Kollegen verbindet. Nette <br />
Idee. Leider falsch. Das Internet ist eine eher <br />
kontraproduktive Veranstaltung.  <br />
 <br />
Erik Brynjolfsson, Professor am MIT, stellte in <br />
der Zeitschrift Science die Behauptung auf, daß <br />
der Datenfluß im Netz die wissenschaftliche Arbeit <br />
erstickt, weil der akademische Diskurs im <br />
allgemeinen Grundrauschen des Trivialen untergeht. <br />
Das leuchtet ein: das meiste im Internet <br />
verfügbare Zeugs ist entweder zu speziell oder <br />
schlichter Unsinn. Newsgroups kollabieren unter <br />
der Masse der Beiträge, vor allem der qualitativ <br />
minderwertigen Beiträge. Die Informationsrecherche <br />
wird immer zeitaufwendiger, während die Qualität <br />
des Ergebnisses immer weiter abnimmt.  <br />
 <br />
Die Folge: um ihre Diskussionen nicht durch <br />
Laienfragen stören zu lassen, findet der <br />
Meinungsaustausch unter Wissenschaftlern zunehmend <br />
in nicht-öffentlichen Foren statt. Der Austausch <br />
zwischen den Disziplinen geht verloren, das Netz <br />
fördert den Rückzug des Einzelnen in immer enger <br />
umgrenzte Wissensgebiete. Denn es ist immer noch <br />
besser, auf der kleinen, einsamen Insel mitten im <br />
Datenozean zu überleben, als in ihm zu ertrinken, <br />
jetzt, wo der anfangs erwähnte Dampfer wegen <br />
Überfüllung sinkt. Noch einmal Prof. Brynjolfsson: <br />
&quot;Es reicht einfach nicht, Leute zu verbinden. Dann <br />
reden sie noch lange nicht miteinander.&quot;  <br />
 <br />
Nur zur Erinnerung: als die amerikanischen <br />
Militärs den Internet-Vorgänger ARPAnet für <br />
Wissenschaft und Lehre freigaben, eröffneten sich <br />
schlagartig neue, revolutionäre Nutzungsformen für <br />
Forschung und Entwicklung. Dem heutigen Internet <br />
ist diese Vergangenheit nicht anzumerken.  </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1740</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1740</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 13:32:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alter Schmock</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Standardtheorie für den nächsten <br />
Flugzeugabsturz lautet nach vorläufigen <br />
Hochrechnungen: &quot;Der Jumbo wurde vom CIA <br />
abgeschossen, weil Elvis zusammen mit Marylin und <br />
JFK im Frachtraum eingesperrt war. Die drei wurden <br />
von den Theta Tauris-Aliens als Gegenleistung für <br />
die Verschonung der Erde gefordert und sollten <br />
grausigen Sex-Experimenten unterzogen werden. Der <br />
Frachtcontainer wurde auf die Hail-Bopp-HyperBase <br />
gewarpt (oder welcher Komet dann gerade aktuell <br />
ist) und der Jumbo wurde zur Vertuschung der <br />
Spuren vernichtet. Dafür gibt es schlagende <br />
Beweise: [es folgen 547 Seiten Beweismaterial und <br />
1473 Links]&quot;. Und bei unvoreingenommener <br />
Betrachtung spricht wirklich einiges für diese <br />
These. Nach neusten Erkenntnissen wurde das WTC <br />
übrigens durch schwarze Technologie der Dracos zum <br />
Absturz gebracht. <br />
(http://www.joconrad.de/dracos.html) <br />
 <br />
Nun hat der ganze Wahnsinn glücklicherweise kaum <br />
Nebenwirkungen, weil er sich auf den Daten-Highway <br />
beschränkt. Zugegeben, manchmal muß irgendwo in <br />
Oklahoma ein Verwaltungshochhaus zur <br />
Hauptbetriebszeit gesprengt werden, um die im <br />
Obergeschoß verborgene Leitzentrale der schwarzen <br />
Hubschrauber auszuschalten, und die <br />
Selbstauflösung kompletter Sekten hat auch ihre <br />
unästhetischen Aspekte, und ab und zu stellt sich <br />
jemand mit seiner pump gun auf die main street, um <br />
zwei Dutzend täuschend menschenähnlicher <br />
Marsbewohner zu vermatschen - aber im Allgemeinen <br />
ist das alles völlig harmlos. <br />
  <br />
 <br />
 <br />
Nimm mich optisch! <br />
 <br />
 <br />
Die neben den bereits erwähnten 95 % <br />
Online-Werbung verbleibenden Netzkapazitäten <br />
werden fast vollständig für die Übertragung <br />
optischer Informationen benötigt. Um konkret zu <br />
werden: für Porno-Bildchen. Durch aufopfernde, <br />
entbehrungsreiche und natürlich rein <br />
wissenschaftlich begründete Recherchen im <br />
Intersumpf habe ich zwar meine (sowieso nicht <br />
allzu umfangreiche) Restmoral verloren, dafür aber <br />
tiefgehende Einblicke in das Denken und Fühlen des <br />
männlichen Mannes gewonnen. Jener besagte Mann <br />
frißt grundsätzlich alles: von Blümchen-Sex über <br />
XXX-rated und megaschräg bis komplett illegal <br />
(obwohl mir, um das klar zu betonen, kein Bild der <br />
letztgenannten Kategorie untergekommen ist. Aber <br />
mit ausreichend perverser Motivation und Kontakten <br />
zu entsprechenden Kreisen sollte auch dies kein <br />
Problem sein.) Das ist natürlich kein Geheimnis, <br />
und folglich leben an den Ausfallstraßen des <br />
Daten-Highway ungezählte Anbietern von der <br />
Feilbietung entsprechenden Materials: oftmals aus <br />
längst vergessenen Schmuddelheftchen mit einem <br />
Billig-Scanner eingelesen, verrauscht, verfärbt, <br />
und so unscharf wie die Fahndungsplakate der <br />
Siebziger Jahre.  <br />
 <br />
Jedes Mittelklasseauto hat heutzutage eine <br />
Kindersicherung, die allermeisten Porno-Sites <br />
dagegen nicht, und das kann mich gar nicht <br />
beunruhigen, da ich keine Kinder habe. Man muß <br />
lediglich durch Mausklick akzeptieren, daß man <br />
mindestens 21 Jahre alt ist und nackte Mädels <br />
keineswegs als empörend empfindet (sonst wird man <br />
umgehend zu Walt Disney gelinkt). Ich nehme an, <br />
daß ich auch schon vor 20 - 25 Jahren diesen <br />
Mechanismus durchschaut und sehr begrüßt hätte. <br />
Denn eine fundierte gynäkologische Grundausbildung <br />
kann im wirklichen Leben immer von Nutzen sein. <br />
 <br />
 <br />
Zu den schrägsten Dingen, die im Netz zu finden <br />
sind, gehören zweifellos die &quot;amateurs&quot;: <br />
Hardcore-Pics, auf denen Leute wie Heinz-Peter und <br />
Gertrude aus dem Nachbarshaus bei Dingen zu sehen <br />
sind, die deine Eltern sich wahrscheinlich nicht <br />
einmal vorstellen konnten. Oft genug per <br />
Selbstauslöser aufgenommen und ein Quell <br />
überwältigender Ästhetik und knisternder Erotik. <br />
Nun interessiert es dich eventuell nur periphär, <br />
was Ed und Mary-Anne in ihrem Schlafzimmer so <br />
machen; aber Ed scheint doch einiges daran zu <br />
liegen, dich mit seinem hängenden, haarigen <br />
Hintern und seinem unsagbar dämlichen <br />
Gesichtsausdruck zu erfreuen, und Mary-Anne <br />
präsentiert gutausgebildeten Speckröllchen auf <br />
geblümter Überdecke und lächelt dich mit allen <br />
verfügbaren Lippen an. Ein drolliges Pärchen, <br />
zweifellos, aber während es bei Gattenmord, <br />
Fahrerflucht und Steuerhinterziehung meist leicht <br />
nachvollziehbare Gründe gibt, erhebt sich hier <br />
doch die Frage: warum tun die das? Kickt es <br />
wirklich, als virtueller Schwanz noch bis in den <br />
letzten Winkel des Globus gelangen zu können?  </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1739</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1739</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 13:32:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alter Schmock</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen &quot;das Internet kostet nix!&quot; Nur der Tod <br />
ist kostenlos, und für den ganzen Rest mußt du <br />
blechen bis an dein Lebensende. Ist dir eigentlich <br />
schon aufgefallen, daß ein Großteil deiner <br />
horrenden Telefonrechnung auf die Übertragung von <br />
Werbebildchen zurückzuführen ist? Die meisten der <br />
ach so kostenlosen Internetdienste (Suchmaschinen, <br />
electronic newspapers, Datenbanken, ...) <br />
finanziert sich über Reklame. Der Werbende baut <br />
darauf, daß du, der du eigentlich gerade mit etwas <br />
ganz anderem beschäftigt bist, auf seinen <br />
Werbebanner klickst, seine aufwendig gestalteten <br />
Reklameseiten aufmerksam und wohlwollend studierst <br />
und sofort anschließend (per e-mail) seine für <br />
dich nun unverzichtbar gewordenen Produkte <br />
bestellst, von deren Existenz du noch Sekunden <br />
vorher keine Ahnung hattest. Gewichtige Bücher, <br />
schnelle Autos, extrakalte Kühlschränke, <br />
fehlerhafte Software, veraltete Hardware.  <br />
 <br />
Nette Idee. Einziger Haken an der Sache: it does <br />
not work, baby. Das e-zine Wired hatte neulich die <br />
Frage gestellt: &quot;Welche Links würden Sie nie <br />
anklicken?&quot; und sie gleich beantwortet: Links mit <br />
der Bezeichnung &quot;click here!&quot;, wohl wissen, daß <br />
man mit Sicherheit genau da landet, wo man gerade <br />
jetzt nicht hinwill (dies gilt zumindest für nicht <br />
völlig ahnungslose Datenjäger. Nun ist ein <br />
globaler Marktschreier zwar prinzipiell weltweit <br />
zu hören, aber nur, wenn jemand hinhört- und wie <br />
ist das: liest du allwöchentlich das schmierige <br />
Anzeigenblättle, das jeden Mittwoch deinen <br />
Briefkasten verstopft? Schaust du Spielfilme nur <br />
an, weil die Werbeblöcke so spannend sind? <br />
Forderst du immer &quot;völlig unverbindlich unsere <br />
umfangreiche Informationsbroschüre&quot; an, wenn man <br />
dich darum bittet? Dann funktionierst du so, wie <br />
es sich Mr. Buyme von der Click Here! Global <br />
Advertising, Inc. wünscht. Mein herzliches <br />
Beileid.  <br />
 <br />
&quot;Stupid aliens ate my Buick / sister / dick!&quot;  <br />
Da die Wahrscheinlichkeit einer Internetpräsenz <br />
linear mit dem persönlichen Knallkopffaktor <br />
zunimmt, sind natürlich ausgerechnet die Leute <br />
garantiert in Netz vertreten, die die heftigste <br />
Klatsche haben. Bezeichnend, aber nicht <br />
überraschend, ist, daß die &quot;Heaven´s Gate&quot;-Sekte <br />
ihr Geld mit der Gestaltung von Web-Sites <br />
verdiente, ebenjene Sekte aus San Diego, die sich <br />
Ende März 1997 dreidutzendfach entleibte (&quot;wir <br />
verlassen lächelnd unsere Container&quot;), um die <br />
letzte Raumfähre zum intergalaktischen Space <br />
Cruiser zu erwischen, der sich bekanntlich im <br />
Windschatten des Hail-Bopp-Kometen versteckt. Das <br />
ist schon wieder so komisch, daß es fast nicht <br />
mehr entsetzlich ist. Ich würde hier gerne einen <br />
Link auf die Original &quot;Heaven´s Gate&quot;-Homepage <br />
hinsetzen, aber den Server gibt es nicht mehr. Der <br />
Web-Administrator ist ... äh ... verreist. Der <br />
Kram ist aber gespiegelt und so für die <br />
zurückgebliebene, bemitleidenswerte Nachwelt <br />
erhalten geblieben; in diesem Fall von der sonst <br />
so humorlosen Washington Post, ansonsten aber auch <br />
noch auf etwa zwei Dutzend anderen Servern im <br />
Netz. <br />
(http://www.trancenet.org/heavensgate/index.html) <br />
Komplett mit Zugangshinweisen zum Himmelstor und <br />
schon wegen dem gütig lächelnden Alien sehr <br />
besuchenswert. (http://www.heise.de/tp/deutsch/inh<br />
alt/glosse/1162/1162_1.jpg) <br />
 <br />
Natürlich hatte Sektengründer &quot;Do&quot; Applewhite <br />
zuerst im Netz von jenem UFO erfahren. Diese <br />
(wahrscheinlich per Präsidentenerlaß unterdrückte) <br />
Nachricht ist eine von mehreren Dutzend <br />
Lieblingsverschwörungen, die amerikanische und <br />
europäische Paranoikerhirne verkleben. Und <br />
wahrlich: Der Westen scheint mit seiner offenen <br />
Gesellschaft und seinem eher ungefügen <br />
Sozialgefüge besonders anfällig für derartige <br />
Phantastereien zu sein. In der guten, alten <br />
prä-digitalen Zeit mußte man noch tonnenweise <br />
Flugblätter kopieren, um die bedrohte Welt mit <br />
schrägen Angstphantasien belästigen zu können. <br />
Heute ist der Aufwand leider deutlich geringer. <br />
Plattenspeicher auf Web-Servern gibt´s für <br />
Pfennigbeträge, und gutplazierte &quot;Dokumente&quot; <br />
gewinnen, einmal veröffentlicht, ein <br />
unkontrollierbares Eigenleben. Gleichgesinnte <br />
Mitstreiter sorgen immer für die Verkündung auch <br />
der allerabgefahrensten Gedankengänge. Bewohner <br />
anderer Kontinente müssen zum Eindruck gelangen, <br />
daß es am Himmel über den USA von UFOs, schwarzen <br />
UNO-Hubschraubern, geklauten fighter jets und <br />
schäbigerweise abgeschossenen Jumbos nur so <br />
wimmelt. Nach einer aktuellen Newsweek-Umfrage <br />
behaupten etwa 19 Mio. Amerikaner, sie hätten <br />
schon einmal ein UFO gesehen. Folglich sind die <br />
Einkaufspaläste mit lächelnden, kuhäugigen, aber <br />
fleischfressenden Aliens überfüllt, und oft stehen <br />
längst verstorbene, weil meuchlings ermordete <br />
Filmstars hinter dir an der Kasse. Im Zweifelsfall <br />
hat übrigens immer die Regierung Schuld. Aber <br />
eigentlich nur George W. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1738</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1738</guid>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 13:31:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alter Schmock</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Internet ist Mist</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet hat ein Problem: das Netz der Netze <br />
ist der Welt, der wirklichen Wirklichkeit, <br />
erschreckend ähnlich. Allein dadurch, daß eine <br />
bedeutende Teilmenge aller Angehörigen meines <br />
Kulturkreises untereinander verinternetzt ist, <br />
wird das Netz zu einem Abbild ebenjener oft arg <br />
unsympathischen Kultur. Und gerade jene Leute die <br />
ich im unvirtuellen Leben vorzugsweise ignoriere, <br />
weitläufig umfahre oder gezielt umfahre, scheinen <br />
einen unwiderstehlichen Drang zu verspüren, ihre <br />
Spuren in den digitalen Sand zu schreiben und die <br />
Abfallprodukte ihres degenerierten Denkvermögens <br />
der übrigen Menschheit aufzudrängen.  <br />
 <br />
Nun ist Surfen im Internet ein bißchen so wie die <br />
Obduktion des menschlichen Kollektivhirns, man <br />
lernt zwangsläufig einiges über die arg <br />
eingeschränkte Denkfähigkeit des homo sapiens. <br />
Komisches, seltsames Zeug bevölkert die <br />
Festplatten dieser Welt... sich mit everywhere´s <br />
trash zu beschäftigen, bringt wahrscheinlich keine <br />
wirklich wertvollen Erkenntnisse, macht aber Spaß, <br />
ist also vergleichbar mit BigMac-Essen. Dieser <br />
leicht fettige Lustgewinn ist Sinn dieses Textes: <br />
ich bilde mir nicht ein, irgendetwas an den <br />
grundlegenden Tatsachen ändern zu können. Nehmen <br />
wir also unseren relativ hochgelegenen, warmen <br />
Liegesessel auf dem Oberdeck dieses sinkenden <br />
Luxus-Onliners ein, und schauen wir dem <br />
possierlichen Gewimmel auf den niedriger gelegenen <br />
Decks zu:  <br />
  <br />
 <br />
  <br />
  <br />
 Hallo! Ich bin schreiend doof!  <br />
 <br />
Dies ist die einzige Aussage vieler privater <br />
Homepages. Homepages tummeln sich in den Nischen <br />
der Datenmüllhalde und lassen sich mit dem <br />
Attribut &quot;absolut überflüssig&quot; meist treffend <br />
einordnen. Der bedauerliche Charakterzug &quot;ich habe <br />
eigentlich nichts zu sagen&quot; spiegelt sich <br />
zwangsläufig im vollständig fehlenden Inhalt <br />
hirntoter Homepages wider. Unangenehmerweise <br />
schlägt trotzdem das tiefsitzende Vorurteil durch, <br />
nachdem eine Existenz ohne eigene Homepage so <br />
schlimm ist wie ein Leben ohne Fernseher, also <br />
komplett sinnlos.  <br />
 <br />
Eine vergleichsweise aussagestarke Homepage hat <br />
heutzutage eine relativ starr vorgeschriebene <br />
Grundform, die sich durch die Verbreitung <br />
Homepage-erzeugender Programme herausgebildet hat: <br />
für jeden Abschnitt werden Eingaben gefordert, die <br />
anschließend gut vermischt, programmintern verdaut <br />
und zumindest technisch halbwegs korrekt <br />
ausgeschieden werden. Die Bedienung solcher <br />
Programme erfordert keinerlei Vorwissen, und so <br />
sieht das Endergebnis dann auch aus. Und <br />
tragischerweise greift auch hier wie fast überall <br />
im Leben das BIBO-Prinzip: bullshit in - bullshit <br />
out. Terror im Internet - Das Nervensägenmassaker <br />
(die Kurzfassung):  <br />
 <br />
der Name (muß zumindest blinken, da er ganz <br />
fürchterlich wichtig ist)  <br />
das Paßfoto (grobgerastert und verschwommen; <br />
weniger entscheidend ist, welches Foto Verwendung <br />
findet, man erkennt eh´ fast nix, und meist ist <br />
das auch besser so)  <br />
der Schleim (&quot;Hallo, nett, daß Du meine Homepage <br />
besucht hast. Ich hoffe, sie gefällt Dir und Du <br />
schaust mal wieder ´rein. Ich liebe Dich. Und im <br />
übrigen bis du der 75984. Besucher.&quot;)  <br />
das große Gähnen (Zeugs, das eigentlich niemanden <br />
interessiert, wie beispielsweise weitere <br />
biografische Daten, Sternzeichen, Körpergewicht, <br />
Lieblingsfarbe; hier dürfen gerne auch weitere <br />
unscharfe Fotos von Mama, Manta, Göttergattin oder <br />
Lieblingshund eingefügt werden)  <br />
der Inhalt (entfällt im allgemeinen ersatzlos)  <br />
die Links (auf Web-Seiten, die entweder schon <br />
jeder kennt oder die noch nie von einem Menschen <br />
besucht wurden; führen oft ins Leere wegen <br />
Schreibfehler, Serverausfall oder Massenselbstmord <br />
- siehe unten)  <br />
an beliebiger Stelle: viele, viele animated GIFs <br />
(tausendmal gesehen, inhaltlich unbegründet, aber <br />
Hauptsache, es bewegt sich was; wirkt irre <br />
belebend und total originell!)  <br />
Und warum in die Ferne schweifen: sieh, das Grauen <br />
liegt so nah! Auch auf diesem Server findet der <br />
abgebrühte Datenmasochist Stoff der härtesten <br />
Sorte. Aber sag´ nicht, ich hätte Dich nicht <br />
gewarnt!  <br />
 <br />
Klick mich! und mich! und mich!  <br />
Die Fernsehnation am Anfang des Jahrtausends: <br />
Werbung alle zehn Minuten, aber kein Mensch sieht <br />
noch hin. Währenddessen: der Anteil der zu <br />
Werbezwecken im Internet übertragenen Daten <br />
erreicht fast 95 % der Gesamtdatenmenge. Zufall? <br />
Oder Unfall? Abfall? Zerfall? </p>
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<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1737</link>
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<pubDate>Wed, 11 Jun 2003 13:29:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alter Schmock</dc:creator>
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