Krönchen

Divara Floyd, Dienstag, 24. März 2020, 22:29 (vor 13 Tagen)

Noch jemand da?
Alle gesund?
Ohne Arbeit, wie ich?

Krönchen

Kwezi, Mittwoch, 25. März 2020, 16:21 (vor 12 Tagen) @ Divara Floyd

Bin noch da. Die Ausgangsbeschränkungen treffen mich nicht sonderlich, weil ich seit gut zwei Jahren notgedrungen sehr häuslich geworden bin: Ich pflege meine Partnerin, die von einer heimtückischen Nervenkrankheit getroffen ist und nur mit Hilfe noch ein paar Schritte gehen kann. Das ist also ein Fulltimejob, weil sie auch nachts mal aufs Klo muss. Die Tage des Segelns in der Südsee und der Krokodiljagd in Arnhemland sind definitiv vorbei. Die Faröerinseln, die Osterinsel, die mongolische Steppe und die kanadische Arktis werde ich in diesem Leben also nicht mehr sehen.
Pass gut auf Dich auf: Gestern meldete sich ein Typ an der Tür, behauptete, er sei vom Gesundheitsamt, wegen Corona unterwegs und wollte ins Haus. Ich habe ihm eine Beule verpasst und vom Grundstück geworfen. Jetzt habe ich einen Baseballschläger an der Tür gelagert und nächstens werde ich ein Pistolenarmbrust kaufen. Mit den Bolzen kann man Unerwünschte an die Tür nageln und dann von der Polizei abholen lassen.

Krönchen

Divara Floyd, Mittwoch, 25. März 2020, 21:10 (vor 12 Tagen) @ Kwezi

Das ist nicht leicht. Gerade deshalb alles Gute. Ich habe jetzt viel Zeit, meine Arbeit ist weg, und was die Führungen angeht, werden sie in der Form wohl nicht wiederkommen. Ich habe mich in dem neuen Leben noch nicht eingerichtet. Es ist alles noch sehr provisorisch. Alles Gute für dich und deine Partnerin.

Krönchen

Kwezi, Montag, 30. März 2020, 18:31 (vor 7 Tagen) @ Divara Floyd

Das ist nicht leicht. Gerade deshalb alles Gute. Ich habe jetzt viel Zeit, meine Arbeit ist weg, und was die Führungen angeht, werden sie in der Form wohl nicht wiederkommen. Ich habe mich in dem neuen Leben noch nicht eingerichtet. Es ist alles noch sehr provisorisch. Alles Gute für dich und deine Partnerin.

Vergiss nicht, Deine Miete nicht zu bezahlen; was Adidas recht ist, sollte Dir billig sein.
Ich meine, dass, wenn der Käse vorbei ist, der Fremdenverkehr in Münster wieder aufblühen wird.
Meine Pflegeverpflichtungen hören sich gewaltig an, sind es aber bei näherem Hinsehen nicht. Ich begleite meine Partnerin stützend bei notwendigen Gängen, schiebe bei längeren Gängen (über 50 m) den Rollstuhl Und schleppe ihr an den Sitzplatz, was sie benötigt (Pillen, Kekse, Telefon, zu schälende Kartoffeln usw); dies 10 bis 20mal am Tag. Irritierend war es für mich freilich, weitgehend im Haus zu bleiben und den Haushalt übernehmen zu müssen. Nie im Leben hatte ich eine Waschmaschine bedient und die verschiedenen Möglichkeiten dieses Geräts waren böhmische Dörfer. Auch Kochen musste ich erst lernen. Zum Putzen, Betten beziehen und Bügeln kommen Hilfskräfte, die teilweise von der Krankenkasse bezahlt werden.Mit dem Rest ist gut fertig zu werden.

Avatar

Krönchen

alex @, Samstag, 28. März 2020, 08:17 (vor 9 Tagen) @ Kwezi

Bin noch da. Die Ausgangsbeschränkungen treffen mich nicht sonderlich, weil ich seit gut zwei Jahren notgedrungen sehr häuslich geworden bin: Ich pflege meine Partnerin, die von einer heimtückischen Nervenkrankheit getroffen ist und nur mit Hilfe noch ein paar Schritte gehen kann. Das ist also ein Fulltimejob, weil sie auch nachts mal aufs Klo muss. Die Tage des Segelns in der Südsee und der Krokodiljagd in Arnhemland sind definitiv vorbei. Die Faröerinseln, die Osterinsel, die mongolische Steppe und die kanadische Arktis werde ich in diesem Leben also nicht mehr sehen.
Pass gut auf Dich auf: Gestern meldete sich ein Typ an der Tür, behauptete, er sei vom Gesundheitsamt, wegen Corona unterwegs und wollte ins Haus. Ich habe ihm eine Beule verpasst und vom Grundstück geworfen. Jetzt habe ich einen Baseballschläger an der Tür gelagert und nächstens werde ich ein Pistolenarmbrust kaufen. Mit den Bolzen kann man Unerwünschte an die Tür nageln und dann von der Polizei abholen lassen.

Guten Morgen allerseits im Krönchenland.
Lieber Kwezi, das ist eine bittere Situation.
In den letzten drei Jahren habe ich meine Eltern bis zu deren Tod begleitet, ich weiß, wie mürbe, angestrengt und voller Sorge man, trotz Hilfe, sein kann.
Was bei der Lebensgefährtin ungleich dräuender sein wird.
Immerhin richtest Du Deinen Zorn gegen die richtigen Backpfeifengesichter.
Du bist schlau genug, für Unterstützung zu sorgen, auch wenn man glaubt, man habe genügend Kraft.
Stimmt halt oft nicht...
In diesem Zusammenhang möchte ich an all die verstorbenen Foristen erinnern.
Und daran, dass Dein Lieblingsfeind vermutlich auch schon nicht mehr lebt.
Sobald ich das sicher weiß, gibt es ein memento mori.
Meiner Lebensgefährtin und mir geht es gut, HO und Rücklagen sei Dank...
Wir beobachten die uns medial umgebende Hysterie und die reale Gelassenheit vor Ort mit dezentem Amüsement.

Alles Gute für Deine Frau und selbstverständlich für alle, die hier noch gelegentlich hereinschneien.

Avatar

Krönchen

alex @, Samstag, 28. März 2020, 08:22 (vor 9 Tagen) @ Divara Floyd

Noch jemand da?
Alle gesund?
Ohne Arbeit, wie ich?

Alle paar Tage schaue ich rein, seitdem ich bei Twitter aus Gründen seelischer Gesundung
ausgestiegen bin, etwas öfter. :-)

Gesund ja und dank HO nicht ganz beschäftigungslos.
Alles ist etwas langsamer geworden und der Garten erfreut sich aktuell erhöhter Aufmerksamkeit..
Kann ich jedem nur empfehlen.
Zen vom Feinsten.

Avatar

Krönchen

alex @, Sonntag, 05. April 2020, 17:40 (vor 22 Stunden, 7 Minuten) @ alex

Und was sagt man dazu?
Zu spät, zu früh, zu bekloppt, leider wahr und wichtig?

| Beate BAHNER■ kanzlei | voßstr.3,69115 Heidelberg
fachanwältin für medizinrecht mediatorin im gesundheitswesen fachbuchautorin im springerverlag
aktualisierte Pressemitteilung der Fachanwaltskanzlei BAHNER vom 3.4.2020

Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht aus Heidelberg, kündigt Normenkontrollkla- ge gegen die Corona-Verordnung Baden-Württemberg an: Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung sind eklatant verfassungswidrig und verletzen in bisher nie gekann- tem Ausmaß eine Vielzahl von Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger in Deutsch- land. Dies gilt für alle Corona-Verordnungen der 16 Bundesländer. Insbesondere sind diese Maßnahmen nicht durch das Infektionsschutzgesetz gerechtfertigt, welches erst vor wenigen Tagen in Windeseile überarbeitet wurde. Wochenlange Ausgehbeschränkun- gen und Kontaktverbote auf Basis der düstersten Modellszenarien (ohne Berücksichti- gung sachlich-kritischer Expertenmeinungen) sowie die vollständige Schließung von Un- ternehmen und Geschäften ohne jedweden Nachweis einer Infektionsgefahr durch diese Geschäfte und Unternehmen sind grob verfassungswidrig.
Denn die vorliegenden Zahlen und Statistiken zeigen, dass die Corona-Infektion bei mehr als 95 % der Bevölkerung harmlos verläuft (oder vermutlich sogar bereits verlaufen ist) und somit keine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Dringend in den Blick zu nehmen sind demgegenüber die Risikogruppen der alten Menschen und der Menschen mit Vorerkrankungen (ca. 4,5 % der Bevölkerung): Diese Menschen sind durch geeignete Maßnahmen sowohl der Regierung als auch der Risikogruppen selbst zu schützen: Etwa durch Schleusen vor den Altenheimen, durch Aufklärung der Übertra- gungswege (nur durch Tröpfcheninfektion), durch Hygienemaßnahmen und Abstandsre- gelungen sowie insbesondere durch eigenverantwortliche Schutzmaßnahmen dieser gefährdeten Menschen selbst in den Wochen der Epidemie. Das medizinische Personal in Kliniken, Arztpraxen, Altenheimen und Pflegediensten ist mit sämtlichem notwendigen Material zu versorgen, was der Bundesregierung bis heute nicht gelungen ist!
Beate Bahner erklärt, dass sie bis zum Bundesverfassungsgericht gehen werde:

Denn die von der Regierung getroffenen radikalen Maßnahmen der Ausgangs- und Kon- taktverbote für 83 Millionen Menschen und die Lahmlegung nahezu der gesamten Wirt- schaft über viele Wochen sind weder durch die Entwicklung der Zahlen, noch durch Stu- dien, noch durch bisherige Erfahrungswerte gerechtfertigt. Die wirklich notwendigen Maßnahmen hingegen sind noch immer nicht umgesetzt, wie die vielfältigen Klagen aus Kliniken, Altenheimen und Arztpraxen zeigen. Es braucht ferner mehr Tests bei denjeni- gen Menschen, die viel Kontakt mit der Risikogruppe haben: Dies sind die Pflegekräfte sowie die Familienmitglieder einschließlich der Kinder, die ihre alten Angehörigen besu- chen wollen. Dringend zu testen sind die Mitarbeiter der Supermärkte, die täglich mit hunderten Menschen Kontakt haben.
Es braucht ferner Stichproben bei der Bevölkerung, um die tatsächliche (vermutlich um ein vielfaches höhere) Zahl der Infektionen und damit den tatsächlichen (vermutlich um ein vielfaches geringeren) Prozentsatz der schweren und schwersten Erkrankungen des Corona-Virus zu ermitteln. Der Anteil des tödlichen Verlaufs von Covid19 wurde von Ex- perten mit lediglich 0,1 % ermittelt (dies ist eine Person von 1000 Infizierten und damit vergleichbar mit einer schweren Grippe-Epidemie). Es braucht vorallem dringend die Obduktion der an/mit Corona verstorbenen Menschen, um festzustellen, woran diese meist alten Menschen mit meist vielen Erkrankungen tatsächlich verstorben sind. Es braucht ferner eine redliche Darstellung der Todeszahlen, weil nämlich täglich etwa 2500 Menschen sterben, davon täglich etwa 900 Menschen in Pflegeheimen. In Deutschland sterben jährlich 900.000 Menschen! Es braucht somit endlich ein korrektes wissenschaft- liches Vorgehen und eine korrekte Information der Menschen!

Insbesondere muss der Bundesgesundheitsminister Spahn endlich diejenigen – bislang versäumten - Maßnahmen ergreifen, zu denen sein Ministerium ganz aktuell in der Neu- fassung des Infektionsschutzgesetzes verpflichtet wurde: Die sofortige Sicherstellung der Versorgung mit notwendigen Medizinprodukten, Labordiagnostik, Hilfsmitteln sowie die Versorgung mit Gegenständen der persönlichen Schutzausrichtung und Produkten zur Desinfektion!
Der seit 70 Jahren einmalige Shutdown, zu dem das Infektionsschutzgesetz ausdrücklich nicht berechtigt, verletzt in gravierender Weise das verfassungsrechtliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit und die verfassungsrechtliche Pflicht des Staates zum Schutze der Freiheitsrechte und der Gesundheit der Bürger. Dieses Regierungshandeln zerstört sämt- liche Prinzipien unserer Verfassung und unseres Rechtsstaats, den wir noch vor wenigen Monaten mit dem 70-jährigen Bestehen des Grundgesetzes so stolz gefeiert haben.
Beate Bahner: „Ich bin wirklich entsetzt und will mir nicht vorwerfen müssen, als Rechts- anwältin nicht gehandelt und den Rechtsstaat nicht mit allen mir zur Verfügung stehen- den Mitteln verteidigt zu haben! Denn die Folgen des Shutdown für die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Demokratie und insbesondere für die Gesundheit der Menschen werden verheerend sein! “
Die Anwältin fordert: Dieser Shutdown muss sofort beendet werden!

Zur Person:
Beate Bahner ist seit 25 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen und Inhaberin der Fach- anwaltskanzlei BAHNER in Heidelberg. Sie war dreimal erfolgreich vor dem Bundesver- fassungsgericht mit ihren Verfassungsbeschwerden wegen Verletzung der Berufsfreiheit.
Beate Bahner ist Autorin von fünf medizinrechtlichen Fachbüchern und zahlreichen Auf- sätzen und Beiträgen. Ihr letztes Buch behandelt das Thema „Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“.
arztrecht | medizinrecht | gesundheitsrecht
www.beatebahner.de

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum