BoJo übt Spagat

Serious Black, Montag, 17. August 2020, 12:35 (vor 34 Tagen)

BoJo möchte wohl die ERG bei Laune halten…

On a visit to Northern Ireland yesterday where he met Irish prime minister Micheál Martin, Boris Johnson made the extraordinary claim that there will be no border down the Irish Sea, saying if there is one it will be “over my dead body”. This is widely reported in the local media (here and here) and comes as thousands of his own civil servants are working on implementing a border down the Irish Sea and as the Port of Larne begins work on a border control post.

https://yorkshirebylines.co.uk/is-boris-johnson-losing-the-plot/

Es war von Anfang an vollkommen irre, das von May abgelehnte Withdrawal Agreement abzustauben und mit den Stimmen der ERG durchs Parlament zu boxen. Die warten bislang vergeblich darauf, daß BoJo das Nordirland-Protokoll cancelt.

Von daher wird er sich wohl bald entscheiden müssen: Für Internationales Recht oder die ERG.

BoJo übt Spagat

Kwezi, Montag, 17. August 2020, 17:04 (vor 33 Tagen) @ Serious Black

Ein Kommentar meines Freundes Ian, eines Geordies aus der Gegend von Darlington, zu BoJo und seiner Crew, von Dez. 2019:
t is Friday the 13th and never has that seemed more appropriate than today, as Boris’s full moon sinks below the horizon and the British ship of fools sets sail with a crew of idiots.. God help us.

BoJo übt Spagat

Boothby, Montag, 17. August 2020, 20:54 (vor 33 Tagen) @ Kwezi

Einer meiner neuen britischen Buddies, die als Reaktion auf den baldigen Verlust ihrer FoM auf den Kontinent rübergemacht haben* (was in D für mich faszinierenderweise fast immer mit deutlichen Gehaltszuwächsen auch bei Ing's und BWlern einherging), hatte mir dieses Stück verlinkt, dass die britische Misere bis heute für mich am besten auf den Punkt bringt:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/jun/28/brexit-great-news-eu-britain-sove...

Ich neige nun überhaupt nicht zum Jubeln über den Brexit, aber mittlerweile drängt sich auch mir der Gedanke auf, dass womöglich vieles in der EU nun möglich wird, was vorher nicht möglich war. Und das Stück räumt auf mit einigen Klischees bzügl. der splendid isolation auf.

Ein Gedanke drängt sich da schon auf: Wenn man von einem zwangsläufigen Rejoin des UK ausgeht, würden dann womöglich künftige Historiker von einem "Glücksfall brexit" sprechen?

Persönlich bin ich mir ja der politischen Risiken von "alternativlosen" Politiken bewußt, aber tatsächlich bin ich seit einiger Zeit der Ansicht, die einzige Alternative zu Remain ist eben das: Rejoin.

BoJo übt Spagat

Boothby, Montag, 17. August 2020, 20:37 (vor 33 Tagen) @ Serious Black

Die Lächerlichkeit des Unterfangens wird selten so deutlich wie in der Forderung britischer Fischer nach einseitiger Hoheit über die Höhe französischer Fangqouten in der britischen See.

https://www.deutschlandfunk.de/brexit-abkommen-verhandlungsmasse-fisch.724.de.html?dram...

Mal ganz ab davon, dass der Beitrag zum GDP in UK bei 0,2% und in der EU bei 0,1% liegt: Von der BoJo-Admin allen Ernstes die Einlösung dieser Zusage zu erwarten, geht einher mit der Erwartung, europäische Märkte hätten dann aber auch offen zu sein für britische Exporte, die beim Fisch bei 75%, und hier weit überwiegend in die EU.

Offenbar hat BoJos Gesäusel dazu geführt, dass eine vor ein paar Jahren noch verhandlungsfähige Öffentlichkeit heuer plötzlich auf seine Einhörner besteht.

Das ist umso schockierender, als dass innerhalb der EU das UK verhandeln konnte wie der Teufel und dies auch getan hat. Mit dem Nebeneffekt, dass kein EU-Mitglied durch einen Austritt mehr Kontrolle verlieren würde als eben das UK.

Ich stand den britischen Rabatten immer zwiespältig gegenüber: Einerseits war es in einigen Punkten der EU-Integration mehr als nur nervig. Andererseits war die kick-ass-attitude auch eine manchmal notwendige Erinnerung daran, dass man es sich nicht zu einfach machen sollte.

Britische Freunde haben sich seit dem Brexit immer wieder verblüfft die Augen gerieben über aus ihrer Sicht rosarote Vorstellungen bezüglich des british pragmatism.

Beiträge wie der obige lenken den Fokus sinnvollerweise auf den Umstand, dass die Fokussierung auf BoJo oder die engere Admin den Blick darauf verstellt, das keineswegs nur einige Prolls und Little Englanders nunmehr komplett beknackten und illusorischen Stuss als Wahrnehmung normaler berufstständischer Vertretung interpretieren.

Der Schädelfrass greift auf allen Ebenen um sich.

BoJo übt Spagat

Serious Black, Dienstag, 18. August 2020, 16:18 (vor 32 Tagen) @ Boothby
bearbeitet von Serious Black, Dienstag, 18. August 2020, 17:07

Der Witz ist bei diesen Fischereirechten auch, dass das UK ca. 75% (oder mehr) seiner Rechte ans EU-Ausland verscherbelt hat.

Gut,Details liegen den Brexiteers nicht, aber die kloppen ja auch ein Handelsabkommen mit Japan über das Schicksal des Stilton in die Tonne. Handelsvolumen Käse am Gesamtdeal: 0.007%.

Tja...

BoJo übt Spagat

Boothby, Samstag, 22. August 2020, 15:46 (vor 28 Tagen) @ Serious Black

Die britische Beknacktenpresse hat sich auf einen Schuldigen geeinigt. Es ist unbegreiflich, dass es tatsächlich Leute gibt, die diesen Clusterfuck wirklich für voll nehmen.

EXPRESS: Wake up EU! You’re forcing a no deal Brexit #TomorrowsPapersToday

https://twitter.com/hendopolis/status/1296919114053816330

BoJo übt Spagat

NN, Samstag, 22. August 2020, 19:08 (vor 28 Tagen) @ Boothby

Die britische Beknacktenpresse hat sich auf einen Schuldigen geeinigt. Es ist unbegreiflich, dass es tatsächlich Leute gibt, die diesen Clusterfuck wirklich für voll nehmen.

EXPRESS: Wake up EU! You’re forcing a no deal Brexit #TomorrowsPapersToday

https://twitter.com/hendopolis/status/1296919114053816330

Ich vermute mal, dass Covid19 auch noch schuld sein wird, also z.B. genau zum falschen Zeitpunkt kam, und wenn es nicht passiert wäre, vieles besser und die Umstellung leichter wäre, schließlich wachsen auch die Bäume auf dem Festland nicht in den Himmel...

BoJo übt Spagat

Boothby, Sonntag, 23. August 2020, 14:37 (vor 27 Tagen) @ NN

Ich vermute mal, dass Covid19 auch noch schuld sein wird, also z.B. genau zum falschen Zeitpunkt kam, und wenn es nicht passiert wäre, vieles besser und die Umstellung leichter wäre, schließlich wachsen auch die Bäume auf dem Festland nicht in den Himmel...

Interessant ja auch, dass die Lockdown-Weigerung nicht nur die meisten Bodybags veranlasst hat, sondern auch den schlimmsten Wirtschaftsabschwung in Europa.

BoJo übt Spagat

Boothby, Sonntag, 23. August 2020, 15:20 (vor 27 Tagen) @ Serious Black

Der Witz ist bei diesen Fischereirechten auch, dass das UK ca. 75% (oder mehr) seiner Rechte ans EU-Ausland verscherbelt hat.

Gut,Details liegen den Brexiteers nicht, aber die kloppen ja auch ein Handelsabkommen mit Japan über das Schicksal des Stilton in die Tonne. Handelsvolumen Käse am Gesamtdeal: 0.007%.

Tja...

Whitehall schätzt, dass gegen feindliche Fischer wohl die Marine eingeschaltet werden muss. Neben einer (hier unvollständigen) Liste weiterer Erbaulichkeiten.

Und diesmal via Hauspresse.

The Cabinet Office’s EU Transition Task Force gave ministers and officials a horror show Powerpoint presentation marked “Official Sensitive” amid concerns not enough is being done to prepare for the worst-case scenario.

The leak comes as the latest round of EU trade talks ended with warnings the negotiations are “going backwards” and the chances of No Deal in December is rising.

If the restrictions on trade sparked by a No Deal scenario were combined with a bad winter of flood, flu and Covid-19, hospitals could be overwhelmed.

And parts of Britain may be hit by shortages of power and petrol as 8,500 trucks get stuck at Dover.

In Whitehall’s “reasonable worst case scenario” animal disease might rip through the countryside due to shortages of medicines and the Channel Islands could need military airdrops to avoid running out of food.

It warns the Navy might be needed to stop vigilante British fisherman clashing with hundreds of illegal European fishing boat incursions.

The Sun has seen the doomsday classified document designed to kickstart ministers into a major planning operation to see off disaster. It reveals:

One in 20 Town Halls could go bust in a second Covid wave, sparking social care chaos.
The economic impact of the virus and Brexit could cause public disorder, shortages and price hikes.

Troops may have to be drafted on to the streets to help the police in the worst-case scenario — 1,500 are already on stand by.

Social distancing measures and masks will have to continue until 2021 regardless.
Supplies of food and fuel are all under threat this Christmas if Dover becomes blocked.
Downing Street is pushing hard for a trade deal but is making contingency plans for an “unruly” exit from the EU transition period at the end of December.

With trade talks looking set to go the wire, there is a risk they collapse — putting up trade barriers overnight on 1 January.

In that scenario planners believe France will force “mandatory controls on UK goods from day one” and between 40 and 70 per cent of hauliers travelling across the Channel may not be ready for this.

That could see flow between Dover and Calais down 45 per cent for three months, triggering long queues of HGVs in Kent.

It could lead to shortages of the 30 per cent of our food imported from the EU as well as medicines, chemicals for drinking water purification and fuel supply.

This could trigger water rationing and even power cuts.

Food supply across the country would be hit by panic buying at Christmas, the busiest time of year.

There are also increasing fears in Whitehall that Covid-19 will return with a vengeance in the winter months.

The planners warned that “pandemic influenza, severe flooding, a Covid second wave and an unruly exit from the EU transition period could cause a systemic economic crisis with major impact on ­disposable incomes, unemployment, business activity, international trade and market stability.”

It could be combined with likely “coordinated industrial action” as well as shortages risking public disorder and a mental health crisis that will hit the poorest hardest.

Rising virus infections and hospital admissions would require a possible return to two-metre social distancing rules and further lockdown restrictions “well into 2021”.

But, they fear, public compliance with anti-Covid measures could “steadily wane”.

And ministers have been warned the NHS could be overwhelmed by a “one in 40-year flu scenario alongside even a continuation of the current levels of C19 and significantly overwhelmed in any level of second peak”.

The document says five per cent of councils in England “are already at high risk of financial failure ­following Covid-19”.

It means some town halls may go bust and need bailing out or may need to be under direct control of Whitehall.

And inflation could “significantly impact social care providers due to increasing staff and supply costs”.

https://www.thesun.co.uk/news/12474511/emergency-plans-perfect-storm-no-deal-brexit-cor...

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