Das wars mit dem Benziner

0blomow, Freitag, 28. Juli 2017, 03:52 (vor 58 Tagen) @ alex

"Die Sache ist gegessen. Die Emobile haben gesiegt."

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Hmmm, sieh Dir mal die Zulassung Zahlen an; noch Fragen?


Und das hier ist das Lustigste:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/kommentar-zu-viel-oel-15124880.html

Quelle:
http://www.tecson.de/historische-oelpreise.html


Kann sich noch jeder erinnern an die Tage des Fahrverbots wegen des Ölpreisschocks?
Und dann das ganze Gesabbel um das zur Neige gehende Öl, das uns nach den
üblichen Alarmisten schon seit Jahren ausgeht?

Das war wohl 1973 oder 74, der Ölpreisschock, der seinen Namen durchaus verdiente.
Die Opec { Organization of the Petroleum Exporting Countries} einigte sich auf deutlich höhere Exportpreise,
zudem reduzierte sie die Fördermengen.
Ich erinnere mich noch recht gut, denn noch kurz vor diesem Schock tankte ich Super für 49,9 Pfg./litr. und
kam für 16,- DM von Börlin nach Bremen ( im Transit-Osten fuhr man natürlich artig V-max 100 kmh ).

Das damalige Standardwerk "Erdöl für Europa" versuchte einen historischen Abriss und eine Analyse der
aktuellen 'Krise'.
Zwei Thesen habe ich noch in Erinnerung:
1.) Exploration: Das Oligopol reduziert die ( teure ) Suche nach weiteren 'Ölquellen', sobald die mögliche Fördermenge der
nächsten 25 Jahre gesichert scheint resp. erschlossen ist.
So verwundert es nicht, dass es in der Literatur der frühen 1920er Jahre hieß, ab 1940 müsse eine Zuteilung des Erdöls erfolgen.
Größere Untersuchungen aus den 1930ern "bewiesen" die Erschöpfung der Ölquellen in den Jahren 1955 bis maximal 1960.
Und so forfaitierte sich die Prognosen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.
Natürlich beutete man nur die größeren Erdöllager aus. ( Kleine zu erschließen, lohnte sich nicht.)
Di Verfahren der Suche waren bis Mitte der 1960 der heutigen Technologie noch weit unterlegen.
So ergab sich, dass viele Probebohrungen erfolgen mussten, bevor man endlich - mit Glück - eine ordentliche Lagerstätte fand.

Da die Abgaben an die - wie es damals hieß - Scheichs zwar gering, in der Summe jedoch erheblich war, wurden die tiefliegenden Öllager in der Regel nur zu 60 Prozent ( der tatsächlich vorhandenen Menge ) geleert. Wir erinnern uns an die
Kinofilme, wo gezeigt wurde, man bräuchte eine Ölader nur anzubohren und schon schießt mit Überdruck eine Fontäne in den Himmel. indrucksvoll ! Aber das ist nur anfänglich der Fall. Später muß man pumpen.
Minderwertiges Öl wurde ( zB mit hohem Schwefelanteil ) wurde nicht entnommen.
Die riesigen im Schiefer gebundenen Ölreserven Nord-Amerikas waren schon in den 1930er Jahren bekannt.
Noch nach dr Krise hieß es, eine Gewinnung des Schiefer-Öls würde nur lohnen bei einem Weltmarktpreis über 80 USD/Barrel.
Der Preis für ein Barrel belief sich in den 1970ern auf rund 10 $ ( Ein Barrel meint 156 oder 159 ltr. Rohöl )
[image]
Quelle:
http://www.tecson.de/historische-oelpreise.html


Noch zwei, drei Zahlen, die ich in der jüngeren Vergangenheit aufgeschnappt resp. behalten habe.

Die CO2-Abgase eines Kohlekraftwerkes entsprechen denen von 13 mio stinkenden VW-Golf-Diesel.

Noch eine Relation: Der Energieverbrauch zur Herstellung der SpezialBatterie für einen Teslar-PKW entspricht dem Energieverbrauch für 2-300.000 km eines Fiat 500. ( Das heißt: Der kleine Fiat wird in seiner Lebenszeit mit großer Wahrscheinlichkeit immer eine bessere Ökobilanz ( ggü.Teslar ) vorweisen können.

Grundsätzlich stimmt immer noch die alte Formel, die besagt:
Zur Herstellung eines Neuwagens wird soviel Energie verbraucht, dass die Ökobilanz immer negativ ist, selbst wenn nur ein Drittel der Kosten beim "Kraftstoffverbrauch" anfallen.
Insofern lohnt es, das alte stinkende Auto weiterzufahren - jedenfalls in ökologischer Hinsicht.
Da die hauptsächlichen Öko-Kosten während der Produktion anfallen.
Aber natürlich sollten neue Kraftfahrzeuge gesünder sein und sich sukzessive durchsetzen.

Leichte Kleinwagen ( max.Gewicht 0,5 to ) für die Stadt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 kmh und einer Reichweite von 50 bis 80 km wären m.E. durchaus ausreichend. Dann reichten auch 40 PS. Natürlich müssten die technischen Voraussetzungen für eine Aufladung am Straßenrand geschaffen werden. ( Karte rein, Schuko-Stecker rein, Aufladung in 30min. ) C'est ça!

Und - na klar - Erdoel ist zu wertvoll, um es zu verheizen. ( Man kann so viele andere Dinge daraus produzieren.)


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