Das wars mit dem Benziner

Jana @, Freitag, 04. August 2017, 16:38 (vor 51 Tagen) @ alex

Nicht umsonst wird man so zum Skeptiker und Freund des Mephisto-Prinzips.

Aber letztendlich ist es auch ein Teil speziell deutscher Gesellschaftskritik, die sich seit bald 50 Jahren in die Hirne eingeätzt hat,
völlig unabhängig vom jeweiligen Bildungsstand.

Das hast Du schön zusammengefasst, Alex.

Zeit meines Lebens wird Alarmismus groß geschrieben

Also da, wo ich aufgewachsen bin, war das umgekehrt. Wenn es bei uns was zu alarmieren gab, dann lag es ausschließlich im Westen. Östlich davon war dagegen immer alles paletti, wirklich alles. :-D

Den Artikel https://www.salonkolumnisten.com/vom-verunglueckten-denken/ finde ich auch gut, mit einigen Einschränkungen:
Es sind eben nicht nur die jammerdeutschen Abendlandverteidiger von Pegida und Co., die den Niedergang des Landes, Europas und der gesamten Welt an die Wand malen, sondern weite Bevölkerungskreise, beileibe nicht nur auf der Rechten.

Komisch, ich kenne natürlich auch - bzw. überwiegend - deutsche Koppschüttler (und in den Massenmedien gibt es fast ausschließlich solche), die meinen, dass alles immer schlimmer wird, im Moment zB wg. Diesel & "verseuchten" Eiern, aber keiner von ihnen ist bei der Pegida und die meisten sind links. "Auf der Rechten" ist es nur eine - wirklich kleine - Minderheit, die so tickt. Und warum wird explizit die Pegida genannt & nicht eine der unzähligen NGOs, die uns doch - immer erfolgreicher - in die Steinzeit führen?

Ich gebe dem Autor recht, dass der Alarmismus nicht nur in Deutschland der bestimmende Sound ist, natürlich ist es auch in den USA längst der Fall. Warum muss er aber, in diesem Zusammenhang, just auf Trump verweisen - ohne Al Gore zu erwähnen? Trump mag Angst vor illegaler Immigration und globalen Märkten verbreiten, aber um wie viel irrationaler und bewusst angsteinflößender ist doch Al Gores Klima-Alarmismus? Ich traue Trump zB zu, dass er seine Haltungen zu verschiedenen Aspekten der amerikanischen Innen- und Außenpolitik zwischendurch neu justiert, dass er sie also an der Realität misst. Ob das stimmt, weiß ich noch nicht; dafür weiß ich aber 100%ig, dass Al Gore das, mit seiner Agenda, niemals thún würde, no way.

Kurz & gut: Die überwiegende Mehrheit der Medien drischt auf Pegida & Trump ein und unser Salonkolumnist macht - in dieser Hinsicht - auch nix anderes. Es kann auch sein, dass er das gar nicht so "meint"; vllt. will er sich nur legitimieren & beweisen, dass er kein 180°-Abweichler vom Mainstream ist, und das macht mich so müde. ... Ellich, ich hab keine Lust mehr auf Diskussionen, bei denen man am Anfang einflechten muss, dass man den Fliegen nicht die Beinchen & den Schmetterlingen nicht die Flügel abreißt und dass man die Andersfarbigen nicht ausrotten will usw. Mich macht das Ganze eigentlich nicht mehr wütend sondern, wie gesagt, müde. Daher melde ich mich auch im Forum kaum noch zu Wort ...


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