Darwins Hohngelächter

mr-mali, Sonntag, 24. März 2013, 01:55 (vor 1584 Tagen) @ H.

http://www.newscientist.de/inhalt/schweissgeruch-wie-er-entsteht-a-890073.html

Daraus:

Normalerweise mögen wir den Geruch fremder Menschen lieber als den von Leuten, die genauso riechen wie wir.

Habe mal von einer interessanten Versuchsanordnung gelesen:

Es wurden Pheromone von einer einheimischen Männergruppe extrahiert und daneben auch solche von Ausländern aus diversen fernen Ländern. Mit diesen Duftstoffen wurden in einem Wartezimmer eines Gynäkologen bestimmte Stühle besprüht. Für den normalen Menschen sind diese Pheromone nicht bewußt wahrnehmbar. Dennoch wirken sie ganz auffallend: Stühle mit fremdartigen Pheromonen wurden von einem signifikanten Großteil der Frauen deutlich bevorzugt. Als die Stühle vertauscht wurden, fanden immer wieder die fremdartigen Pheromone ihre weibliche "Verehrerinnen"! Die damals gebotene Erklärung: Ein fremdartiger Duftstoff findet deshalb Zuspruch GERADE weil er fremdartig ist: Unterbewußt suchten die Frauen (und auch Männer) die Fremden weil dadurch die breiter gestreute Erbanlage garantiert ist, was gleichbedeutend ist mit einem besseren (breiteren) Abwehrmechanismus bei der Nachkommenschaft.

Das Argument der Abweisung zur Vermeidung von Inzucht mag stimmen, ist aber sicherlich nicht die einzige Inzucht-Barriere: In Israel gab es in manchen untersuchten Kibbuzim eine auffallende Abneigung, spätere Partner aus der gleichen Gruppe bzw. Kinderhort zu suchen/bevorzugen. Diese Inzucht-Barriere scheint also soziologisch begründet zu sein! Man kennt sich eben zu gut.....


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