Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 15. Mai 2017, 21:40 (vor 214 Tagen) @ udosefirothh

Seh es anders rum...nicht die 7,4% AFD sind hier das Argument, das
aber sind die Verluste der Linken und Gruenen!


Das ist empirisch nicht haltbar, siehe auch die entsprechende Grafik im Text:

Die AfD konnte ihr Potenzial dagegen vor allem unter Nichtwählern und solchen Stimmberechtigten aktivieren, die bisher eine Kleinstpartei gewählt haben. Rund 420.000 AfD-Wähler stammen laut infratest dimap aus diesem Spektrum. Insgesamt immerhin 110.000 neue Stimmen kamen aber auch von SPD und CDU.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/waehlerwanderung-nrw-landtagswahl-cdu-sp...


Die Linkspartei in NRW hat übrigens nicht verloren, sondern etwas dazu gewonnen und ist nur knapp an der 5%-Hürde gescheitert. Die Gewinne kamen aber hauptsächlich von vormaligen Grün- und SPD-Wählern.


Die Linkspartei steht vor allem im Osten in einem direkteren Konkurrenzverhältnis zur AfD. Auch hier rekrutieren sich viele Wähler der AfD aus Nichtwählern und Wählern von Kleinparteien (vor allem wohl der NPD). Aber verhältnismäßig mehr ehemalige Wähler der Linkspartei haben im Osten AfD gewählt (wobei die Linkspartei hier natürlich einen viel höheren Sockel hat).

Zumal liegen die politischen Extreme auf einigen Politikfeldern nicht weit auseinander.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum