Konservativ-die neue Gegenkultur?

Schlemiel, Montag, 21. August 2017, 10:18 (vor 34 Tagen) @ udosefirothh

"...generell Staatsraison°
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Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.


Achtung, Deutscher!

Die Schweiz war immer ein Staat, die sich eine Armee gehalten hat.

Preussen hingegen war eine Armee, die sich einen Staat gehalten hat.

Die preussischen Tugenden sind also für die Tonne.

Die Deutschen haben sich endlich ihre eigene «Demokratie» gezimmert: Ein Führer (wider Willen?), der die Geschicke lenkt und «die Sache schon richtig macht». Helmut Schmidt hat also Recht, wenn er bei den Deutschen ein «eingeschränktes Demokratieverständis» auch heute oder gerade heute vermutet.

Fairerweise muss man aber zugestehen, dass sich aus dem christlich fundamentalistischen Programm heraus eine Art Allparteien -Koalition gebildet hat. Die wenigen SPD -Anhänger müssen nicht zetern, sie haben Energiewende, Frauenquote, Mindestlohn und Homo -Ehe durchgedrückt. Die CDU ist also weit nach links gerückt, selbst in der Flüchtlingsfrage (zumindest bis vor einigen Monaten). Eine Strategie, die auf Schröders Mist gewachsen ist (immer weit möglichst dem anderen die Wähler abgrasen). Und was die SPD kann, können die biederen Konservativen schon lange. Zurück bleiben die Rechten, die sich vielleicht auf die AfD konzentrieren. Oder gleich zuhause bleiben.

Man wird es sehen.


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