Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 25. September 2017, 20:54 (vor 23 Tagen) @ alex

WOW!

SPD geht in die Opposition!


- Da werden sich SPD, AfD und Linksparten einen Überbietungswettbewerb in Sachen kremlfreundlichste Oppositionspartei liefern.

- Jetzt sitzen neben den rotlackierten Faschisten auch noch die anderen Faschisten in sensibleren Ausschüssen und werden so ziemlich alles nach Moskau tragen.

Andererseits: Schröder-Spezi Sigmar Gabriel ist dem Vernehmen nach die längste Zeit Außenminister gewesen.

- Daneben: Falls Cem Özdemir Außenminister werden sollte, werden AfDler und Erdoganisten mal eine kleine Hass-Koalition schmieden.


Da bin ich sehr gespannt.
Dein Szenario erinnert ein bisschen an „Asterix und die Goten“... :-D


Ich kenne jetzt Asterix und die Goten nicht, aber man soll den Humor nicht verlieren.

ich bin erst mal froh über das Ende der Groko.
Das werden muntere Zeiten.


Gleichwohl möchte ich hiermit nachtragen, dass es auch nicht schaden kann, wachsam zu sein.

- Trumps Delirieren ist auch eingedenk einer gewissen institutionellen Einhegung, teilweise qualifzierten Beratern und manchen wirklich freiheitsliebenden konservativen Amerikanern nicht wirklich beruhigend.

- Macron ist (noch?) weit davon entfernt. Frankreich halbwegs reformiert und etwas dynamisiert zu haben.

- Und Großritannien wird trotz Brexit Europa und zumal die NATO nicht ganz verlassen. Der Oppositionsführer ist Jeremy Corbyn; momentan würde er May, die alles andere als brilliert, wohl schlagen.


Da wäre Schwarzgelb wirklich besser gewesen.

Dafür, dass Jamaica überhaupt zu Stande kommt, sehe ich vor allem zwei Hürden:

1. Katrin Göring-Eckhardt und die grüne Basis. KGE ist linksprotestantische Rigidität pur.

2. Horst Seehofer, der aus dem für die CSU besonders schlechten Wahlergebnis wirklich den (einzigen) Schluss gezogen zu haben scheint, dass die CSU nicht rechtspopulistisch genug war.


Wir sind nun keine politischen Akteure. So gesehen ist es egal, ob wir wachsam sind oder nicht oder ob wir die angespannte politische Szenerie im Westen nur als unterhaltsame Freakshow begreifen oder einen gewissen Ernst im Hinterkopf behalten.

Die Bedrohung durch den militanten Islamismus macht neue Bundestagsabgeordnete nicht besser, die wieder Stolz auf die Leistung der Soldaten der Wehrmacht haben wollen oder den Holocaust relativieren. Dasselbe gilt für die zutiefst reaktionäre Diktatur in Russland, die außenpolitisch (neben Expansionismus natürlich) nichts lieber betreibt, als Risse in westlichen Gesellschaften und politischen Systemen zu vertiefen.

Lange Rede, kurzer Sinn: In diesem Rahmen kann und soll man auch Witze machen, aber als bloße Freakshow sollte das alles nicht erscheinen.


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