Was für ein Elend...

NN, Montag, 02. Oktober 2017, 20:17 (vor 74 Tagen) @ alex

"Und auch umgekehrt kann ich, zumindest Deutschland anbetreffend, am Horizont keine politischen Mehrheiten ausmachen, die den Sozialstaat in seiner heutigen Form abschaffen könnten/wollten."

Politische Mehrheiten sind tatsächlich keine da, dafür aber ökonomische Fakten. Wenn der Anteil der Netto-Steuerzahler sinkt, während die Steuergelderbezieher immer mehr werden, erledigt sich der Sozialstaat von alleine.


That‘s it!


Steuergelderbezieher = Volltransferbezieher?

Falls ja:

Anteil mittel- und langfristig höher wg. geburtenschwächeren Jahrgängen und (teilweiser) Armutszuwanderung?

Falls ja, was dagegen spricht:


1. Es gab, gibt und wird wahrscheinlich auch weiterhin nicht nur Armutszuwanderung (mit höherem "Sozialtransferisiko") geben. Ohne Handwerker mit osteuropäischem Background ginge z.B. auf Berliner Baustellen nur noch wenig.


2. Die Lebensarbeitszeit wird sich wahrscheinlich verlängern.


3. Vor allem: Wenn mehr oder weniger geburtenschwächere Jahrgänge auf den Arbeitsmarkt drängen, folgt daraus auch, dass die Arbeitslosigkeit (konjunkturbereinigt) tendenziell weiter sinkt und damit entsprechend auch die Anzahl der Volltransferbezieher.

Die Klage über Fachkräftemangel wird wohl zunehmen, aber eben nicht die absolute Zahl der Arbeitslosen/Sozialhilfeempfänger.


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