Was für ein Elend...

NN, Sonntag, 08. Oktober 2017, 19:43 (vor 68 Tagen) @ alex

Das ist doch Quatsch.
Die Ossis haben ihre reichlich vorhandenen Sparguthaben eins zu eins umgetauscht bekommen, Häuser wieder erworben oder überlassen bekommen.
Das kann es nicht sein.


Vielleicht hätte ich besser schreiben sollen "ein Aspekt unter mehreren, der die deutsche Vermögensstatistik etwas vermiest", aber deine Angaben stimmen so einfach nicht:

-----

In anderen europäischen Ländern ist die Grund- bzw. Immobilienbesitzquote höher als in Deutschland. Was aber nicht zwingend höheren Wohlstand bedeutet (wenn zumal das Durchschnittseinkommen bzw. die durchschnittliche Rente unter deutschem Niveau liegt).

Es ist sicherlich lobenswert, dass die Frenchies doppelt so viele Aktien haben wie die Deutschen.
Aber selbst das ist immer noch wenig und erklärt nicht den großen Unterschied bzw. Abstand.
Es bleibt den Deutschen einfach zu wenig vom Brutto.
Du bist mit keinem Wort auf die hohe Steuerlast eingegangen.
Der ausufernde Sozialstaat ist sicher ein Grund dafür.

Ich würde überhaupt nicht bestreiten wollen, dass vor allem die Abgabenquote in Deutschland relativ hoch ist (bei der Steuerquote liegt Deutschland irgendwo im Mittelfeld der Industrieländer) und dass auch dies selbstverständlich die Statistik erklärt. (Was wiederum nicht heißen soll, dass es sinnvoll wäre, auch oder vor allem die Steuern etwas zu senken.)

Aber das ist doch symptomatisch. Beim Erwerb von anderen höherwertigen Gütern (Autos, Computern, Fahrrädern, Wohnungen) wird in Deutschland ein größerer intellektueller und zeitlicher Aufwand betrieben als bei Finanzprodukten. Da wird mit X Leuten gesprochen, man geht in mindestens zwei Läden, kauft Fachzeitschriften und googelt.

Bei Finanzprodukten regiert dagegen die German Angst. Grüne Studienräte verballern ihre Kohle in Prokon-Genussrechte, der Wutbürger zieht sich Scharlatane wie Dirk Müller rein.

Das Verhalten changiert so mitunter irgendwo zwischen faul, ängstlich und ziemlich irre.

Und ich lege hier mitnichten die Maßstäbe eines elaborierten Hobby-Wertpapierhändlers an.

Ein Silberstreif am deutschen Spar- bzw. Anlage-Horizont ist, dass mehr Leute in ETFs investieren anstatt in Fonds.

Es ändert nichts daran, dass dies nicht das vergleichsweise geringe Vermögen der Deutschen erklärt.


Liebe Herren Gesangsverein, hast du schonmal was davon gehört, dass unterschiedliche Faktoren für ein und dieselbe Sache kausal sind und man allenfalls trefflich über deren Gewichtung streiten kann?

Auch wenn Deine Zahlen stimmen, die Folgekosten der Wende (Renten, Verbindlichkeiten Infrastruktur) erklären nur teilweise die andauernde hohe Abgabenlast. Und damit einen maßgeblichen Grund für mangelhaften Vermögensaufbau.

Wenn du meine Zahlen, die du oben wohlweislich nicht mit zitierst hast, wirklich zur Kenntnis genommen hättest, wüsstest du, dass ich überhaupt nicht auf die Kosten der Wende Bezug genommen habe, sondern erklärt habe, warum die Vermögen in Ostdeutschland durchschnittlich geringer sind als in Westdeutschland.

Ich kann mich noch erinnern, was es für ein Gezerre um die Finanzierung der Kitas gab, nicht genügend Geld sei da.
Und nun feuert man die Kohle für Migranten raus, als ob es kein Morgen gäbe bei gleichzeitiger Erhöhung der Kosten für die Administration, Stichwort Jobtickets für alle Beamteund Erhöhung der Abgeordnetenzahl auf über 700 mit all den Folgekosten für daraus resultierende Pensionsansprüche.
Deine Argumentation, dass der Deutsche beim Aufbau von Vermögen Aktien sträflich vernachlässigt, ist trotz meiner Gegenargumentation Wasser auf meine Mühlen.
Aber auch das erklärt nicht die vergleichsweise winzigen Vermögen....

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es in Deutschland Leute gibt, die auch aufgrund der Abgabenlast wenig bis nichts zum Sparen / Anlegen haben und dass dies das durchschnittliche Privatvermögen eben nicht mehrt.

Gleichwohl erklärt es selbstverständlich auch (auch! - d.h.: nicht nur!) vergleichweise geringe durchschnittliche Privatmermögen, wenn Abermillionen von Deutschen Geld, das sie auf absehbare Zeit nicht für den Konsum verwenden wollen, einfach auf Konten herumliegen haben und so gut wie keine Zinsen dafür bekommen.


Das ist der DAX, auf 5 Jahre klicken:

http://www.finanzen.net/index/DAX


Völlig unabhängig, wieviel Armutszuwanderung wir tatsächlich haben, wird es angesichts der Qualifikationen der Migranten eine weitere Verschiebung geben hin zu noch weniger Erbringern.
Du musst das nicht so sehen, ich befürchte es jedenfalls.


Wenn du willst, können wir gemeinsam mal nach ein paar Daten gucken. Etwa in den letzten Migrationsbericht, in dem auch Zuwanderer erwähnt werden, die eben nicht aus dem Mittleren Osten kommen. Irgendwo habe ich auch mal nach nationaler Herkunft (EU-Staaten) aufgeschlüsselte Beschäftigungsquoten gelesen.

So gäbe es eine bessere Basis für Befürchtungen oder deren Relativierung.

Last but not least sollte in diesem Rahmen der demografische (Alters-)Wandel mit einbezogen werden.

Ich sammel‘ schon. Aber nicht bei Kopp und auch nicht bei Epoch...:-D

Das ist schonmal OK.

Mir als Person kann das absolut wurscht sein, ich werde nicht darunter leiden.
Und was die beknackte AFD betrifft, Du weißt genau, dass meine ausgewiesene Putinophobie und meine Haltung zur Globalisierung meinen politischen Standort ausmacht und das lässt meine AFD Sympathie eher fragwürdig werden.
Allerdings nervt mich das AFD Bashing mittlerweile exakt so wie das Trump Bashing.
DAS ist einfach beknackt.


Vor allem ist Trump beknackt, und wir können froh sein, wenn das alles glimpflich ausgeht.


Wie ich erwartet habe.
Genau wie bei der AfD.
Die Hysteriker beiderseits des Antlantiks können sich die Hände reichen....


Noch so ein Hysteriker:

The chairman of the United States Senate Committee on Foreign Relations weighs in again:

It’s a shame the White House has become an adult day care center. Someone obviously missed their shift this morning.

https://twitter.com/SenBobCorker/status/917045348820049920


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum