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Inclined to reasoning, argumentation and evidence

Alex @, Donnerstag, 26. Mai 2022, 14:00 (vor 74 Tagen) @ NN

"Nach dem Lesen der dortigen Tweets bin ich mir sicher, dass die Qualitäten der deutschen Halbaffen mit Sicherheit noch weit unter dem Niveau herumdümpeln, wie sie hier gerne von durchgeknallten GOPs zitiert werden."

Mag ja sein, aber immer unterhaltsam! Das aber ist ja die Crux...seufz.


Naja, bei Zerstreuung und Unterhaltung gibt es individuelle Schmerzgrenzen...:-P


Ich bin auf Twitter eigentlich relativ diszipliniert und klicke nur selten von mir aus auf die völlig irren Sachen oder Trends, von denen man nicht unbedingt oder nicht genau wissen muss oder will, warum sie "trenden" oder trenden.

Es reicht völlig aus, wenn man größtenteils vernünftigen Leuten folgt und so auf kuriose Inhalte hingewiesen wird oder Irre unterschiedlicher Couleur in manchen Timelines auftauchen.


#Cannabisfrontal

Nei-jenn!


Verstehe ich nicht so recht, bist Du nun pro oder contra Entkriminalisierung?


Genau so eine Frage will ich doch - zumindest auf Twitter - von vornherein ausschließen, wenn ich eben nicht auf den (Pun not intendet) Hashtag klicke.

Will / muss ich wissen, was sich hinter #Cannabisfrontal verbirgt? - Nei-jenn.

Vor einiger Zeit ist mir mal eine "Diskussion" mit Cannabis-Aktivisten in einer Timeline begegnet. Der weniger aktivistische Mitdiskutant hatte es gewagt, sinngemäß zu sagen, dass er für die völlige Entkrimininalisierung von Konsumenten, aber gegen die völlige, unregulierte Freigabe auf der Anbieter-Seite sei.

Den Antworten nach zu schließen, war es den unfreundlichen und/oder glühenden Cannabis-Fans völlig egal, dass u.a. relativ häufig mit synthetischen Cannabinoiden beträufeltes Schrott-bzw. Horror-Gras vertickt wird.

Der Einwand, dass auch kein gepanschter Schnaps vertickt werden dürfe, stieß nicht auf auf Verständnis.

Wiederholung ist die Mutter der Didaktik: Brauch ich sowat in Schleife? - Nei-jenn.

Ggf. diskutier ich nochmal mit Alex drüber, aber eben nicht mit Dauerbreiterfrührentner1977 und Dröhnfritze2500.

Die Argumente pro und contra sind zu Genüge ausgetauscht worden.
Wenn man sich allerdings die Geschichte der Prohibition anschaut, kann es imho keinen Zweifel geben.
Das Strafrecht hat da nix verloren.
Höchstens im Kontext mit unter Einfluss begangener Straftaten.
In diesem Zusammenhang denke ich übrigens, dass Trunkenheitsdelikte nicht mehr mildernd bewertet werden dürften, weil Täter betrunken waren.

Das alles ohne Regulierung anzustreben, halte ich für völlig Banane, auch beim legalen Alk gibt es glücklicherweise Regeln für Produktion, Vertrieb und Jugendschutz.
Siehe Dein Argument des Panschens, das beim Alk ja auch ein Problem ist, man denke nur an den hiesigen Glykolskandal oder, in anderen Ländern, die Erblindung oder den Tod durch gepanschten Stoff. Auf die Idee, den Alk zu verbieten, kommt man deswegen nicht.
Dass Cannabis überhaupt illegal wurde, ist schon ein böses Bubenstück gewesen, solche Gesetze wirkungsvoll umzusetzen, geht nur über inhumane Maßnahmen. Dass sich Hardcore- Drogengegner immer noch wundern, warum man so kontrollierte Institutionen wie Haftanstalten trotz ausgefeilter Maßnahmen nicht drogenfrei bekommt, macht mich fassungslos.
Dazu müsste man nämlich jedes Menschenrecht außer Kraft setzen, inklusive das der Menschen, die diese Maßnahmen dann umsetzen müssten.
Mal ganz abgesehen davon, wieviel Biographien durch die Prohibition zerstört wurden.
Wegen ein paar Joints jahrelang eingesperrt worden zu sein, ist kein Märchen.
Im Großen und Ganzen sind wir aber auf einem guten Weg.
Die Amis machen uns es wieder mal vor, wie es geht. Zumindest in gar nicht mehr so wenigen Bundesstaaten...


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