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Alex @, Mittwoch, 01. Juni 2022, 08:24 (vor 68 Tagen) @ NN

"Das Strafrecht hat da nix verloren.
Höchstens im Kontext mit unter Einfluss begangener Straftaten"

Vorsicht, dem würde ich aus der Sicht des Konsumenten zustimmen, nur
beim Handel kommt dann die Steuerhinterziehung hinzu!
Dumm gesagt...Dealer zahlen eben keine Steuern!


Bin dafür, aber es hapert an der Infrastruktur für die Umsetzung, daran haben nämlich die wenigsten gedacht. Da müssen sie jetzt erstmal gucken, wie es in Canada oder manchen US-Bundesstaaten gemacht wird.

Hinzu kommt, dass sich jeder mit etwas gärtnerischer Veranlagung seine Pflanzen selber ziehen kann. Was deutlich besser ist, als das stark gesundheitsgefährdende, mit synthetischen Cannabinoiden besprühte Industrie-Gras, aber die pervers überzüchteten Sorten nicht aus der Welt schafft.

Die Pflanzen mit starker Wirkung beziehen ihre Kraft aus den Samen und ordentlichen Anbaubedingungen, da braucht es keine synthetischen Cannabinoide.
Die übrigens schon lange auf dem Markt sind und medizinisch vor allem bei Krebserkrankungen eingesetzt werden. Also nicht toxischer sind als das natürliche Produkt.

Das mit den überzüchteten Sorten halte ich nicht für zulässig.
Bei Alkohol kann ich mich doch auch entscheiden, ob ich 80%igen Strohrum oder einen labbrigen Prosecco trinke. Das sollte man dem volljährigen Konsumenten schon selbst überlassen.
Und eine Legalisierung würde, wie jetzt schon bei medizinischem Cannabis Standard, eine genaue Bezeichnung der Inhaltsstoffe einfordern.

Was spricht dagegen, dass man aus Kostengründen seine Pflanzen selbst anbaut?
Die wenigsten werden das dauerhaft machen, es scheint nämlich daheim doch aufwändiger zu sein, als in der freien Natur oder in professionellen Betrieben.
Der „Kostenvorteil“ des aktuellen Vertriebs (z.B. keine Steuern) würden damit Makulatur.
Die Preise auf dem Markt werden, wie schon in Kanada und den USA deutlich wird, aufgrund des großen und breiten Angebots nicht höher sein als auf dem Schwarzmarkt. Bei gleichzeitiger größerer Sicherheit die Qualität betreffend.
Da geht man doch lieber in einen schönen Showroom als in die dunklen Ecken einer Stadt...

Und noch was:
Klar gibt es den Klischee-Kiffer, der so seine durchaus fragwürdigen Eigenheiten hat und schon äußerlich einen bestimmten Dresscode pflegt.
Die meisten, die ich so als Konsumenten kenne, hängen aber weder in der sozialen, noch der realen Hängematte, sind oft echte Arbeitstiere.
Diese Leute machen imho den größten Teil der Gemeinde aus.
Sie über die aktuell gültige Gesetzgebung weiterhin so zu gängeln, ist nicht mehr zeitgemäß.


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