Vollpfosten des Tages

NN, Samstag, 28. November 2015, 13:39 (vor 722 Tagen) @ Divara

Sicher ist er auch ein Narziss. Er hat doch selbst für das Foto mit dem IS-Milizionär seinen Stylisten dabei gehabt. Aber man sollte nicht übersehen, dass er auch ein erfolgreiches Unternehmen ist.

Woran bemisst du den Erfolg eines Unternehmens? Hodentöter betreibt sicher ein erfolgreiches Selbst-Marketing und verkauft einige Bücher. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass der Anteil, der pro verkauftem Buch an den Autor fließt, auch dann häufig überschätzt wird, wenn eine vergleichsweise hohe Auflage erzielt wird und Hodentöters Altersbezüge als Bundestagsabgeordneter sowie sein Vermögen als ehemaliger Burda-Manager die Erträge durch die Buchverkäufe wahrscheinlich übersteigen.

Sein Sohn ist dabei, und wohl viele andere auch. Der IS wird ihn nicht ohne Gegenleistung am Leben gelassen haben. Es hätte wunderbar in ihr Konzept gepasst, einem "dialogbereiten" Ungläubigen vor laufender Kamera die Kehle durchzuschneiden. Nein, der war ihnen nützlich, deshalb haben sie ihn laufen lassen. Die Video-Waffe ist ausgeschaltet. Jetzt macht er das. [/color]

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, war auch Bruno Schirra, alles andere als ein eitler Selbstdarsteller, im IS-Gebiet - allerdings ohne Kamera. Zumindest hat er über längere Zeit mit IS-Leuten kommuniziert. Blöderweise musste ich irgendwann weg, als die Talkshow mit Schirra lief. Jedenfalls berichtete Schirra sinngemäß, dass ein Isil auf seine Frage hin, wieso er überhaupt mit ihm (Schirra) ausführlich sprechen und ihn nicht töten / töten wollen würde, geantwortet hätte, dass er nützlich sei, weil er die Botschaft des IS überbringen würde.

Dieses Motiv wird der IS auch mit Blick auf Hodentöter gehabt haben. Möglicherweise kommt bei ihm hinzu, dass zu erwarten war, dass er trotzdem seine Wir-der-Westen-sind-eigentlich-Schuld-Leier dazu anstimmt und die betreffenden Isil dies zusätzlich ganz gut finden. Und allemal ist Hodentöter ein besserer Multiplikator als Schirra, was deutschsprachige Isil wissen dürften.

Dialogbereite Ungläubige hat der IS schon genug vor laufender Kamera geköpft. Da können aus seiner Sicht drei, vier Journalisten (oder jemand, der sich so nennt) nützen, die noch einmal unterstreichen, dass das ganze Metzeln wirklich keine Episode sein soll.

Auch tötet der IS nicht alle seine Geiseln, manche, Jesiden oder Christen zumal, lässt er wieder frei. Nicht einfach so, sondern gegen Lösegeld; das nützt ihm. Also hält er sich, nach allem was ich weiß, auch an die Abmachung, Geiseln freizulassen, wenn gezahlt wird.

Dass es darüber hinaus sinnlos ist, mit dem IS zu verhandeln, macht er dadurch klar, dass sogar ein Hodentöter meint, dass es zwecklos sei, mit dem IS zu verhandeln.


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