Klangbox

Udosefirot, Donnerstag, 22. Juli 2021, 18:25 (vor 68 Tagen) @ NN

"Bestanden Mitte des 17. Jahrhunderts in GB noch weiter Verbote hinsichtlich der privaten / öffentlichen Aufführung weltlicher Musikwerke? Waren viele Adelige oder reiche Bürger in Folge der Kriegswirren mehr oder weniger verarmt, so dass sie sich keine kleinen Ensembles mehr leisten konnten? Möglicherweise spielte beides eine Rolle."

Sicherlich, die Zeit der Puritaner war für Englands Kultur eine dunkle Epoche.
Und genau dies blüht uns auch, falls es eine grüne Kanzlerin gibt.

Sicherlich hat der Bürgerkrieg Ressourcen aufgebraucht, aber auch neuen Reichtum ge-
schaffen; nur ein stilbildendes höfisches Leben gab es unter Cromwell nicht mehr,
Ebenso bei der Kirchenmusik, die als katholisch eingestuft wurde. Was aber das Ende
der zu dieser Zeit überragenden englischen Vokal Musik war; eben keine Chöre mehr in
den Messen - keine ausgebildeten Sänger.

Der Adel passte sich dann an den puritanischen Mainstream an.

Sicher gab es auch in dieser Zeit noch Musik, Wirtsstuben, Jahrmärkte, aber immer nur
halbwegs geduldet, die gutausgebildeten Musiker zogen nach dem europäischen Fest-
land. FÜr diese Leute war in GB kein Platz mehr. Als diese dann nach dem Ende Cromwells
wiederkamen, brachten Sie neue Ideen in der Musik mit - das aber war dann ein Bruch mit
Tradition.
-jedenfalls hätte man damals nicht mehr eines der überragenden polyphonen Werke von
Byrd, Gibons oder von Thomas Tallis aufführen können, es fehlte schlicht an guten
Musikern.

Mein Favorit und Lieblingsstück ist das Spem in aulium von Thomas Tallis.
Der absolute Wahnsinn, sollte man sich unbedingt mit Elektrostaten anhören;
zwar teuer aber hier absolut Notwendig.

https://www.youtube.com/watch?v=CkL1hdL40i0&list=OLAK5uy_nQFHepITUipTwBKi-hcU9LZB40...

nur ein kleiner Ausschnitt


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